




Hin und weg
Was dem Heidschnuckenweg angeht, gibt es nur zwei Haltungen: Enweder man kennt und liebt ihn. Oder man liebt ihn nicht, das aber nur, wenn an ihn noch nicht kennt. Dabei dürfte sich im ganzen Land herumgesprochen haben, dass der 223 Kilometer lange Fernwanderweg von Hamburg nach Celle preisgekrönt ist und die Lüneburger Heide mittlerweile die bekannteste Marke Niedersachsens. Ein Geheimnis aber ist die Antwort auf die Frage, was den Heidschnuckweg eigentich so besonders macht, weswegen ich ihm einfach mal nachspüre ...
Weit wie der Himmel
Das Erste, was mir in den Sinn kommt, wenn ich an die Heide denke, sind natürlich die lila Landschaften. Doch sind diese vor allem deswegen ein so beliebtes Motiv für Auge und Kamera, weil sie sich über große Flächen manchmal scheinbar bis zum Horizont erstrecken. Wer einmal einen Sonnenuntergang auf dem Wilseder Berg erlebt hat, weiß, welche Wirkung die Weite über der Heide hat. Aber da ist noch mehr ...
Ein Hauch von Nichts
... nämlich nichts. Entlegene Etappen in der Nord- und in der Südheide oder das komplett autofreie Naturschutzgebiet dazwischen, durch das sich der Heidschnuckenweg samt seiner Heideschleifen schlängelt, geben einem das Gefühl, als würde die Welt stillstehen. Hätte ich kein Smartphone dabei, würde sich rund um das Museumsdörfchen Wilsede kaum etwas als Zeugnis der modernen, lauten Welt eignen. Alles, was sich hier verändert, sind die Jahreszeiten und die Touristenströme, die etwa als Radfahrer auch hier immer zahlreicher mit Unterstützung von Elektronik durchrauschen. Wenn ich mit meinen analogen Wanderschuhen unterwegs bin, bleibt zum Glück alles beim Alten und doch fühlt sich jede Tour an wie ein einmaliges Erlebnis.
Fazit
Eine Wanderung auf dem Heidschnuckenweg erlebt wohl jeder anders und doch ist es natürlich die einzigartige Landschaft, die die Schnuckenstrecke so beliebt macht. Dabei ist sie mit den Flusstälern, Waldabschnitten und Hügeln viel bunter und abwechslungsreicher, als die Postkarten-Idylle der Heide suggeriert.
Weitere Highlights des Heidschnuckenweges sind:
- die Varianten und 12 Heideschleifen, die die Fernwanderstrecke noch runder machen;
- die fünf Jahreszeiten, in denen es möglich ist, die Natur ganz unterschiedlich zu genießen, allen voran zur Heideblüte im August und September
- und die eigentlichen Stars der Region - die urigen Namensgeber, die die Schönheit der Heide erhalten und schon bei ihrem Anblick einen schnuckelig-heimeligen Wohlfühlmoment zaubern.
Die Kolumne vom Heidschnuckenweg - Randnotizen von Deutschlands schönsten Wanderweg
Sofies Schnucken-Post erscheint alle 14 Tage als Kolumne über den Heidschnuckenweg zwischen Hamburg und Celle, der zum schönsten Wanderweg Deutschlands gekürt wurde. Der 223 Kilometer lange Fernwanderweg durch die Lüneburger Heide erstreckt sich über 13 Etappen und ist zusätzlich mit 12 als „Heideschleifen“ bezeichneten Rundwanderwegen gespickt.
Folgen-Übersicht:
Schnucken-Post #01: Moin vom Heidschnuckenweg
Schnucken-Post #02: Frühlingserwachen
Schnucken-Post #03: Endlich einsam
Schnucken-Post #04: Zauberhaft
Schnucken-Post #05: Unvergesslich
Schnucken-Post #06: Abenteuerlustig
Schnucken-Post #07: Kosmopolitisch
Schnucken-Post #08: Heilsam
Schnucken-Post #09: Hundefreundlich
Schnucken-Post #10: Durchgestartet
Schnucken-Post #11: Entschleunigt
Schnucken-Post #12: Aufgeblüht
Schnucken-Post #13: Abgeschieden
Schnucken-Post #14: Losgelöst
Schnucken-Post #15: Angekommen
Schnucken-Post #16: Abseits
Schnucken-Post #17: Leichtfüßig
Schnucken-Post #18: Cozy
Schnucken-Post #19: Sternenklar
Schnucken-Post #20: Verzaubert
Schnucken-Post #21: Genüsslich
Schnucken-Post #22: Ausgeklinkt
Schnucken-Post #23: Neugeboren
Schnucken-Post #24: Selbstbestimmt


