




Alle Jahre wieder
Ich mag den Advent, Weihnachten und auch Silvester – diese besondere Zeit im Jahr, in der die Welt sich anders dreht, weil Themen wie Glaube, Liebe, Hoffnung wieder stärker ins Bewusstsein rücken und wir uns auf das besinnen, was wirklich zählt. Umso entschlossener nehme ich mir jedes Mal auf Neue vor, Geschenke vorausschauend mit Bedacht und in Ruhe zu wählen und die kleinen und großen To-Dos und Weihnachtsmarkt- und Verwandtenbesuche so entspannt wie möglich zu koordinieren und zu genießen. Doch bleibt dies zuweilen nur ein frommer Wunsch – begleitet von gereizter Stimmung und dem Gefühl, ausgebrannt zu sein.
Oh, du Funktionierende
Es ist leider weit verbreitet, dass das Fest der Liebe und des Friedens auf eine paradoxe Weise hart erkämpft oder verteidigt werden muss, wenn familiäre Bräuche und individuelle Bedürfnisse aufeinandertreffen. Nicht selten sind es vor allem die Töchter und Mütter und Großmütter, die als Eventmanagerin, Shopping- und Dekoqueen sowie auch als Chefköchin mit dem Christkind aneinandergeraten oder sich untereinander nicht grün sind unterm Weihnachtsbaum, weil das Nervensystem heillos überlastet ist. Wie wäre es also mit einer guten Gabe fürs Gemüt, die gar nicht erst verpackt werden muss, weil es der Selbstfürsorge dient?
Resturlaub mal anders
Ein, zwei Tage für mich reichen mir schon, um wieder bei mir selbst anzukommen und dies umso leichter, je weniger Reize im Außen mich ablenken von meiner Innenwelt. Wenn ich in der Stille und Weite der Heide wandere, wird es auch in mir endlich wieder ruhig. Die Zeit zwischen den Jahren nutze ich ganz bewusst, um Altes hinter mir zu lassen und mich auf Neues nicht nur einzustellen, sondern ein Stück weit selbstwirksam zu gestalten, dadurch, dass ich – dank der wohltunenden Auszeit von allem und jedem – meine Bedürfnisse wieder spüre und ihnen im wahsten Sinne nachgehe, um doch noch zuversichtlich und bestärkt ins neue Jahr zu starten mit mehr Sein im Hier und Jetzt statt unerfüllter Vorsätze.
- Die Japaner wissen schon lange, wie wohltuend das Eintauchen in die Natur für Körper und Geist ist. Das so genannte Waldbaden (Shinrin Yoku“) ist nahezu überall in der Lüneburger Heide möglich, ein Fest für die Sinne und übt Entschleunigung durch Achtsamkeit.
- Die Abkürzung zu Wohlbefinden und Entspannung führt gerne auch über den Besuch eines Wellness-Hotels oder eines Therme-Bades, von denen es einige am Heidschnuckenweg gibt.
- Um das angespannte Nervenkostüm abzulegen, empfiehlt sich das Besinnen auf den Körper, der seine ganz eigenen Stressymptome aufzeigt, die einladen, sich ihnen fürsorglich zuzuwenden oder präventiv entgegenzuwirken.
Die Kolumne vom Heidschnuckenweg - Randnotizen von Deutschlands schönsten Wanderweg
Sofies Schnucken-Post erscheint alle 14 Tage als Kolumne über den Heidschnuckenweg zwischen Hamburg und Celle, der zum schönsten Wanderweg Deutschlands gekürt wurde. Der 223 Kilometer lange Fernwanderweg durch die Lüneburger Heide erstreckt sich über 13 Etappen und ist zusätzlich mit 12 als „Heideschleifen“ bezeichneten Rundwanderwegen gespickt.
Folgen-Übersicht:
Schnucken-Post #01: Moin vom Heidschnuckenweg
Schnucken-Post #02: Frühlingserwachen
Schnucken-Post #03: Endlich einsam
Schnucken-Post #04: Zauberhaft
Schnucken-Post #05: Unvergesslich
Schnucken-Post #06: Abenteuerlustig
Schnucken-Post #07: Kosmopolitisch
Schnucken-Post #08: Heilsam
Schnucken-Post #09: Hundefreundlich
Schnucken-Post #10: Durchgestartet
Schnucken-Post #11: Entschleunigt
Schnucken-Post #12: Aufgeblüht
Schnucken-Post #13: Abgeschieden
Schnucken-Post #14: Losgelöst
Schnucken-Post #15: Angekommen
Schnucken-Post #16: Abseits
Schnucken-Post #17: Leichtfüßig
Schnucken-Post #18: Cozy
Schnucken-Post #19: Sternenklar
Schnucken-Post #20: Verzaubert
Schnucken-Post #21: Genüsslich


