Herbst - Wanderung auf dem Heidschnuckenweg

Herbstfarben in der Oberoher Heide

04.10.2019 | Von Thorsten Link | Allgemein

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Die ersten Herbstfarben am Heidschnuckenweg in der Oberoher Heide.
Der Herbst ist eine ganz besondere Jahreszeit in der Lüneburger Heide. Die geschäftige Heideblütenzeit ist vorüber und Natur und Menschen kommen langsam zur Ruhe. Der häufige Frühnebel taucht die Region in ein mystisches Kleid und die Natur leuchtet in ihren schönsten Farben. Bunte Blätter, sprießende Pilze, Bucheckern, Eicheln und Kastanien bilden die schönsten Herbstarrangements und die gefallenen Blätter dämpfen jedes Geräusch. Eine herrliche Kulisse, um diese Landschaft auf einem Abschnitt des Heidschnuckenweges zu erkunden.

Ich erwandere mir heute die Oberoher Heide bei Faßberg und bin auf der Suche nach den ersten Naturbotschaftern des Herbstes. Aus einem kleinen Teil des Haupt-Heidschnuckenweges und einer Variante habe ich mir eine Rundtour zusammengestellt und beginne meine Wanderung am Wanderparkplatz Oberoher Heide. Gleich zu Beginn der Wanderung tauche ich ein in ein kleines Wäldchen, die Luft duftet schwer nach Kiefernadeln und den ersten Pilzen. Durch die noch grünen Blätter glitzert einer der Kieselgurteiche und ein schmaler Pfad führt direkt an das sandige Ufer. Kein Lüftchen bewegt die Oberfläche und die umliegenden Bäume spiegeln sich in dem klaren Wasser.


Nach einem kurzen Fotostopp mach ich mich wieder auf den Weg in Richtung der Heideflächen. Ich passiere einen Birkenwald und in der Zwischenzeit ist ein rauer Herbstwind aufgezogen, der bedrohliche Regenwolken in meine Richtung treibt. Noch dringt Sonne durch die dunklen Wolken und wirft warmes Licht auf die weißen Birkenstämme und die weiten Flächen der Oberoher Heide. Welch ein herrlicher Kontrast zwischen Birken, dramatischem Himmel und der Heide! Schnell packe ich die Kamera aus und mache ein paar Bilder. Ich bestaune den Anblick für einige Augenblicke und ziehe dann weiter, ein Großteil der Strecke liegt noch vor mir.


Der Weg führt mich vorbei an einem weiteren Kieselgurteich, hinauf auf eine Anhöhe, von der ich die Aussicht über die weite Heidefläche mit den vielen Wacholdern genieße. Von hier halte ich auch Ausschau nach dem Wappentier der Lüneburger Heide. Der Heideschäfer Herr Kuhlmann zieht hier oft mit seinen Heidschnucken durch die Heide und erhält damit diese einzigartige Landschaft. Heute habe ich allerdings kein Glück und kann die Schnucken nirgendwo ausmachen. Weiter führt mich der sandige Weg durch die Oberoher Heide, hin zu dem ausgeschilderten alternativen Streckenabschnitt des Heidschnuckenweges. Immer wieder finde ich Pilze am Wegesrand. Rot leuchtende Fliegenpilze, Maronen und ein paar Steinpilze wechseln sich ab mit mir gänzlich unbekannten Arten.


Noch sind die Herbstfarben nicht sehr ausgeprägt, doch immer wieder erspähe ich einen roten oder gelben Farbklecks in der Landschaft und freue mich auf die noch kommenden Herbsttage und Wanderungen. Diesen Gedanken hänge ich noch eine Weile nach und erreiche dabei den Wanderparkplatz und damit den Endpunkt dieser Wanderung.


Was für eine herrliche Jahreszeit der Herbst in der Lüneburger Heide doch ist! 

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