Pressemeldung: Indian Summer in der Lüneburger Heide

Title

Eine leuchtende Laubfärbung, intensive Aromen und Klänge, sowie die sanftwellige Heidelandschaft sorgen im Herbst für große Herzschlagmomente in der Region. In Zeiten von Abstand und Vorsicht ist die weitläufige Lüneburger Heide gerade jetzt ein Kleinod für Ruhesuchende und Wanderfreunde.  



Lüneburg, 18. September 2020: Wenn die lila Blüten verblassen und der Sommer ausklingt, lädt die Lüneburger Heide zu einem berauschenden Indian Summer Festival ein. Beim Wandern streift der Blick über die weiten Heideflächen und in den Wäldern leuchten die Blätter der Eichen und Buchen gold-braun-rot im warmen Sonnenlicht. Es duftet nach Pilzen und feuchtem Laub und unter den Füßen knacken Kastanien und Eicheln. Das Röhren der Hirsche und die Rufe der Zugvögel durchdringen die klare Luft. Auf den Feldern zeigt sich langsam das „Gold der Heide“ – es beginnt die Ernte der Heidekartoffel, die würzigen Wild- und Heidschnuckengerichten den besonderen Kick verleiht. Das Zusammenspiel von Farben, Düften und Aromen, die Klänge der Natur und die weitläufige Landschaft sorgen von September bis November für große Erlebnisse in den Naturparks der Lüneburger Heide.   


Im Rausch des Herbstes – Euphorie im Indian Summer der Naturparks


Wie ein Kaleidoskop fasziniert im Herbst die Laubfärbung der Wälder, die rund 60 Prozent der Lüneburger Heide ausmachen. Ein leuchtender Indian Summer zieht über die Landschaft und verwandelt die Natur in ein spektakuläres Paradies. Hinter jeder Wegbiegung warten neue Eindrücke; mal zeigt sich die Heide mit ihren immergrünen Wacholderbäumen, mal das goldbraune Blätterleuchten der Eichen- und Buchenwälder. Das stimmungsvolle Naturschauspiel lässt sich ganz individuell erleben. Mit einer Fläche von insgesamt 107.500 Quadratmetern bieten die Naturparks Lüneburger Heide und Südheide eine Weite, die Privatsphäre und Rückzug erlauben. Das große Wanderwegenetz mit über 46 Rundwanderwegen, Themenrouten und Rundschleifen und 2.000 Kilometer Fahrradwege durchziehen die Region. Bei dieser Vielfalt ist „allein auf weiter Flur“ ein großer Gewinn. Besonders in Zeiten von Abstand und Vorsicht sind individuelles Entdecken und intimes Naturerleben ein hohes Gut. Wo die leuchtende Blätterpracht am schönsten ist, zeigt das Herbstlaub-Barometer. Im Oktober und November können Interessierte die Laubfärbung online unter https://www.lueneburger-heide.de/naturerlebnis-im-herbst verfolgen.  


Klang und Gesang: Vom Röhren der Hirsche und Singen der Zugvögel 


Während der Wind die leuchtende Blätterpracht in ein sanftes Rauschen versetzt, schallen im Naturpark Südheide ganz andere Töne durch die Wälder. Von Mitte September bis Mitte Oktober kämpfen die Hirsche bei der Hirschbrunft um den Titel des Platzhirsches. Aus den sonst friedlichen Geweihträgern werden zu dieser Zeit erbitterte Feinde. Ihr lautes Röhren, um die Konkurrenz abzuweisen und die Rudelmitglieder zusammenzuhalten, ist weithin zu hören. Als größte Wildtierart der Lüneburger Heide ist das Rotwild in den riesigen Waldgebieten der Südheide zahlreich anzutreffen. So stehen beispielsweise bei Dalle unweit von Eschede zwei Hirschrudel. Neben der Hirschbrunft weckt der Vogelzug das Interesse vieler Naturliebhaber. Kraniche, Gänse und Singschwäne ziehen im September und Oktober über die Heide und legen eine Rast ein. Gute Aussichtspunkte in der Südheide sind die Meißendorfer Teiche und das Postmoor bei Bargfeld. Im Naturpark Lüneburger Heide können Interes-sierte am Jastorfer See und am Schweimker Moor in der Region Uelzen sowie in der Aller-Niederung bei Winsen an der Aller Kraniche und Gänse beobachten. 


Das „Gold der Heide“: Wo die Heide-Linda „skandalös lecker“ ist  


Sie heißen Linda, Bintje und Siglinde und gehören zu den besten ihrer Art. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Lüneburger Heide das bekannteste und größte Kartoffelanbaugebiet Deutschlands. Die für die Region typisch hellen, lehmigen Sandböden sorgen für den herzhaften Geschmack der Heidekartoffeln. Ihre Qualität ist so gut, dass sie die EU-Kommission im Jahr 2010 auf die Liste geschützter geo-grafischer Nahrungsmittel gesetzt hat. Und nicht nur das – die seit 2006 jährlich ausgezeichnete „Kartoffel des Jahres“ wurde seither viermal an eine Heidesorte vergeben. Eben an die genannten „Damen“: Heide-Linda (bio) 2007, Heide-Siglinde (bio) 2010, Bintje (Bioland) Heidekartoffel 2010 und zuletzt 2015 an die Heideniere aus Soltau. Den Titel vergibt ein Gremium aus Vertretern deutscher Umwelt- und Verbraucherverbände sowie landwirtschaftlicher Organisationen. Die festkochende „Heide-Linda“ hat eine gelbe Schale und tiefgelbes Fleisch. Sie ist aromatisch und kann für sämtliche Kartoffelgerichte von Salat bis Püree verwendet werden. Und: Die Jury fand, sie ist „skandalös lecker“.



Ausgewählte Angebote im Indian Summer der Lüneburger Heide 2020


Herbstliche Wanderung durch den einzigen Urwald der Lüneburger Heide:

https://www.lueneburger-heide.de/20397


Wenn der Hirsch röhrt: Führungen zur Hirschbrunft. 22.09. / 24.09. / 29.09. / 01.10.20, https://www.lueneburger-heide.de//631240


Vegetarisch: Rezept für einen herbstlichen Feldsalat mit Birne, Kürbis, Ziegenkäse und Walnüssen, https://www.lueneburger-heide.de/13345



Ein Bildarchiv mit Herbstbildern finden Sie hier: https://www.lueneburger-heide.de/service/artikel/20436/pressebilder-herbst.html